Apostel Schulz dient den Senioren im Bezirk Hamburg-Süd

Apostel Dirk Schulz hatte seit längerer Zeit sein Kommen zu einem besonderen Bezirks-Seniorengottesdienst am 28. Juni zugesagt. 145 Geschwister kamen an diesem Donnerstag nach Harburg und genossen die Nähe des Apostelamtes. Es wurde auch ein spontaner Chor gebildet, den Priester Schmidt aus Winsen dirigierte. Eigentlich hatte auch Bischof Beutz sein Kommen zugesagt, doch musste er – einem kurzfristigen Auftrag folgend – schon am Mittwoch zuvor nach Estland reisen.

So diente der Apostel mit dem Wort aus Lukas 10, 35: „Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir´s bezahlen, wenn ich wiederkomme.“ Er führte aus, dass hier in dem Gleichnis mit dem barmherzigen Samariter deutlich gemacht wird, dass es nicht nur auf die spontane Hilfe allein, sondern auf die Nachhaltigkeit ankomme. Gott könne zu jedem Zeitpunkt jeden Menschen erreichen – und das würde er auch. Seine Hilfe sei nicht einmalig und nur kurz, sondern nachhaltig. So sollten auch wir uns bemühen, dem Nächsten nachhaltig zur Seite zu stehen und Brücken zum Nächsten zu bauen, feste und dauerhafte Brücken. Wie viel Freude und Mut, Segen und Hilfe könne es in Einsamkeit und Sorgen oder Mühen und Schmerzen sein, wenn dann plötzlich eine Brücke da sei – in Form eines Anrufes oder Besuchs.

Damit ging der Apostel auch auf den am folgenden Sonntag anstehenden Gottesdienst für Entschlafene ein und sagte, es sei ein Reichtum in unserer Kirche, dass wir wüssten, die Seelen lebten weiter, sie hätten Bewusstsein – und Gott wende sich diesen Seelen zu und biete Heil und Erlösung nachhaltig an. Niemand würde am Ende aller Zeiten sagen können, Gott habe ihn nie angesehen. Die schöne Atmosphäre des Gottesdienstes führte dazu, dass der Apostel die Zeit aus dem Blick verlor und so verzichtete er darauf, noch jemand mitdienen zu lassen und feierte mit der Gemeinde dann das Heilige Abendmahl. Nach dem Ende des Gottesdienstes war im Foyer noch dank fleißiger Hände von Geschwistern aus Harburg Gelegenheit geschaffen worden, einander bei Kaffee und Gebäck zu begegnen und hier und da noch ein Gespräch mit dem Apostel zu führen.

Viele Geschwister nutzten das sehr gerne, zumal einige den Apostel noch gut aus Kinder- und Jugendzeiten kannten.