Bezirksgottesdienst mit Apostel Krause in Harburg

Mit diesem Bibelwort diente Bezirksapostel Rüdiger Krause den Geschwistern des Bezirks HamburgSüd am Mittwoch, 4. Juli, in der Gemeinde Hamburg-Harburg. In seiner Begleitung befand sich auch Apostel Dirk Schulz. Zu Beginn trug der Chor das Lied »In frohen lichten Tagen, auf blumenreicher Bahn, darf ich mein Glück dir sagen und du nimmst Teil daran« vor.

Der Bezirksapostel ging sogleich auf das Chorlied ein und wies darauf hin, dass es nicht immer nur blumenreiche Tage sind, die wir durchleben. Da gibt es auch manches Betrübliches. Wir haben auch im Eingangslied davon gesungen, dass es Leid, Ungemach und böse Tage gibt. Aber dennoch wollen wir beim Herrn bleiben. Der liebe Gott greift nicht immer sofort ein, wenn uns bitter zugesetzt wird. Ja, er lässt dem Bösen sogar Raum zur Entfaltung. Ein kurzfristiges Eingreifen würde aus seiner Sicht nicht zum gewünschten Erfolg führen. Er möchte, dass wir überwinden, dass wir auf die Hilfe Gottes bauen und ihm vertrauen. So entwickeln wir uns nach dem Vorbild des Herrn. Der Sohn Gottes hat für uns den Sieg errungen. Auch da hat Gott nicht eingegriffen. Er hat die Peiniger nicht vertrieben. Der Sohn Gottes hat die bitterste Schmach und die vollen Auswirkungen des Bösen durchleiden müssen. Doch er hat das Böse überwunden und das für alle Zeit vollgültige Opfer gebracht. Darauf können wir bauen. Stärkung für uns, um auch den Sieg davon zu tragen, empfangen wir in jedem Gottesdienst.

Zu dem vorgelesenen Wort schilderte der Bezirksapostel, dass Jesus in die Stadt Kapernaum ging und man zu ihm einen Gelähmten brachte, dem er zunächst die Sünden vergab und ihn dann auch von seinem Leiden heilte als Beweis dafür, dass er auch dazu die Vollmacht hatte. Danach ging Jesus zur Zollstation und sah dort den Zöllner Matthäus. Jesus sprach zu ihm: »Folge mir!« Dieser stand auf und folgte ihm. Als Jesus mit den Seinen im Hause zu Tisch saß und speiste, kamen auch viele Zöllner und Sünder dazu. Das sahen die Pharisäer und sie empörten sich darüber bei den Jüngern. Daraufhin äußerte Jesus, die Starken bedürften des Arztes nicht, sondern die Kranken. Das vorgelesene Bibelwort schließt sich daran an.

Auch wir sind aufgefordert, aus diesem Geschehen zu lernen: Einmal, dass wir uns auch vom Herrn angesprochen fühlen, ihm nachzufolgen, die Situation zu nutzen, uns aus sündhaftem Verhalten zu lösen. Andererseits aber auch, dass wir nicht in einer Pharisäergesinnung auf andere herabsehen.

Der Sohn Gottes hat den am Rande Stehenden seine Hilfe und seine Liebe angeboten, indem er sie dazu aufgerufen hat, in seine Gemeinschaft zu kommen. Mit dieser Handlungsweise auch den Schwachen und den Sündern gegenüber hat der Herr demonstriert, was Barmherzigkeit ist.

Im Mitdienen erwähnte Priester Jockel den lateinischen Begriff für das Wort »Barmherzigkeit« und zerlegte es in seine einzelnen Teile, die in deutsch »Elend« und »Herz« bedeuten. Es gilt also, das Elend wahrzunehmen und dafür ein Herz zu haben, also Mitgefühl zu zeigen.

Bezirksältester Hausmann hob hervor, dass wir uns ehrlich betrachten sollen, ob wir uns ernstlich bemühen, Gott und den Nächsten wirklich zu lieben und somit auch allen Mitmenschen Barmherzigkeit entgegenbringen. Dazu zählt auch, das Evangelium mit Leben zu erfüllen und davon zu zeugen.

Zur Buße hinleitend wies der Bezirksapostel darauf hin, dass durch die Sünde heute vieles durcheinandergekommen ist. Wenden wir uns an den lieben Gott. Er kann uns die rechte Sehensweise aufzeigen. Er hilft uns auch, die Dinge wieder zu ordnen. Erkennen wir seinen Aufruf.