Neuapostolische Kirche Winsen/Luhe auf Gewerbeausstellung »Schaffendes Stelle«

Seit 1969 wird alle zwei Jahre die Gewerbeausstellung »Schaffendes Stelle« im Schulzentrum von Stelle durchgeführt – und die Neuapostolische Kirche war wieder dabei.

Der Aufbau des Messestandes erfolgte am 27. September. Wir hatten mit dem Raum 50 wieder einen guten Stand im Durchgangsbereich des Messerundganges im 1. OG. Somit musste jeder Messebesucher auch an unserem Stand vorbei. Per Bildschirm zeigten wir in einer Endlosschleife eine Präsentation über unsere Kirche mit ihren vielfältigen Angeboten für das Gemeindeleben. Auch wurden die Aktivitäten von NAK-Karitativ präsentiert. Es ergaben sich viele Gespräche mit unseren Mitbürgern aus Stelle und Umgebung, wobei wir sehr häufig zum Aufgeben unseres Kirchengebäudes in Stelle befragt wurden. Sehr gut wurde das Angebot des Kinderschminkens angenommen. Während die Kinder durch unsere Schwester I. Freisleben geschminkt wurden, führten wir einige tiefergehende Gespräche mit deren Eltern. Dazu wurden Getränke und Gebäck gereicht.

Am zweiten Messetag starteten wir um 10.00 Uhr in der Sporthalle mit einem ökumenischen Gottesdienst. Dieser wurde gehalten vom Pastor Kai-Uwe Hecker von der Ev. St.-Michaels-Kirchengemeinde in Stelle – eine Musikgruppe der Baptistengemeinde umrahmte diesen Gottesdienst musikalisch.

Gleich zu Beginn des Gottesdienstes wurden alle kirchlichen Gemeinden namentlich begrüßt, und Pastor Hecker bat die jeweiligen anwesenden Gemeindemitglieder, sich von ihren Plätzen zu erheben. Die Neuapostolische Kirche war mit sieben Mitgliedern vertreten. Als sich die Mitglieder der Kirche St. Andreas aus Ashausen erheben sollten, machte Pastor Hecker eine lustige Bemerkung. Die eigentlichen Steller hätten früher für die Kirche in Ashausen eine interne Bezeichnung gehabt. Das waren die sogenannten »Heiden hinter dem Berg«! So wurde in diesem Gottesdienst auch noch mit einer witzigen Anekdote auf gewartet. Mit Hinweis auf das Opfer Jesu und der daraus resultierenden Möglichkeit, sich zu befreien, führte Pastor Hecker ein schönes Wortspiel an. Er sagte, manch einer würde sich beschweren – hier könne man sich wieder entschweren. Ich hatte den Begriff „Beschweren“ immer ganz anders gesehen.

Nicht unerwähnt soll die Äußerung vom Diakon i.R. Nill bleiben. Er versorgt uns schon seit Jahren zu Weihnachten mit dem »Friedenslicht aus Jerusalem« und sagte nach dem Gottesdienst: »Endlich waren einmal alle Christen aus Stelle unter einem Dach versammelt.« Natürlich war die Notwendigkeit des Zusammenrückens der Christen auch Thema im Gottesdienst. Wir sind und bleiben eine kleine Herde und werden speziell in unseren Breiten immer weniger. Dagegen gibt es aber Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt.