Apostelgottesdienst für den gesamten Bezirk

Sehr zur Freude für alle Geschwister aus dem Ältestenbezirk Hamburg-Süd hielt unser Apostel Schulz am 28. Juli 2019 in Harburg einen Gottesdienst. 

In seinem Dienen ging Apostel Schulz auf das vorgetragene Chorlied „Ich glaube fest, dass Gott die Liebe ist ...“ (M332,2) ein und machte deutlich, dass Gott uns alle kennt und liebt. Deshalb hat er seinen Sohn gesandt, der nun am Thron Gottes unser Fürsprecher ist. In seiner Liebe wird er auch alles daransetzen, dass sein Erlösungswerk zur Vollendung geführt wird und wir die ewige Gemeinschaft mit ihm erlangen. Für uns alle, aber besonders für die Traurigen und Betrübten, die vielleicht mit Selbstzweifel ihren Kummer noch verstärken, sollten die nachfolgenden Verse aus dem 8. Psalm eine tröstliche Gewissheit sein, dass der große Gott sich unser in Liebe annimmt und uns nicht einfach unserm Schicksal überlässt.

Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?  Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

Das Bibelwort stand in Apostelgeschichte 27, 34-35: „Darum ermahne ich euch, etwas zu essen; denn das dient zu eurer Rettung; es wird keinem von euch ein Haar vom Haupt fallen. Und als er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach's und fing an zu essen."

Dieses Wort steht im Zusammenhang mit der Schiffsreise des Apostels Paulus nach Rom, die unser Apostel Schulz ausführlich und sehr anschaulich beschrieb. Es war eine sehr gefährliche Reise mit viel Sturm, so dass man das Schiff nicht mehr in seiner Gewalt hatte. Paulus machte aber allen Insassen des Schiffes Hoffnung und Mut und ermahnte sie, mit ihm zusammen auf Gott zu vertrauen. So wollen wir uns auch aufmuntern lassen, wenn der Stammapostel und die Apostel uns Mut machen und uns zurufen: "Bleibt im Hause Gottes, bleibt in seiner Kirche, diesem Schiff. Baut weiterhin auf das Evangelium Jesu Christi, haltet den Glauben an die Verheißung seiner Wiederkunft hoch. Gott wird die Kirche Christi bewahren und zur Vollendung führen.“ Auf dem Schiff wurden die Passagiere alle seekrank und wollten nicht mehr essen. Paulus ermahnte sie, Nahrung zu sich zu nehmen, wie es auch das vorgelesene Bibelwort sagt. Damit wies er auf die Wichtigkeit der Nahrungsaufnahme für den geschwächten Körper hin. 
Dies ist gleichzeitig ein Hinweis auf unsere Seelenspeise und besonders auf die Feier des Heiligen Abendmahles. Für alle dient diese Speise zur Stärkung, zur Zuversicht in die göttliche Allmacht und seine Verheißungen, zur Bewahrung und zur ewigen Errettung.
 Apostel Schulz hat uns vor Augen geführt, wie ein treuer Gottesknecht in einer lang anhaltenden lebensbedrohlichen Situation einen göttlichen Hinweis aufgegriffen und seinen ganzen Glauben und sein völliges Vertrauen daran gebunden hat. Das diente zur Bewahrung für ihn und für die weiteren 275 Mitreisenden. 
Auch in unserm Leben heute gibt es vergleichbare Situationen: Enttäuschungen, Leiden, schwierigste Lebensverhältnisse, nicht enden wollende Anfechtungen, eigenes Scheitern. Man weiß nicht mehr ein noch aus und hat Ziel aus den Augen verloren. All das trifft uns Menschen auch tief in unserem Inneren. Das wirkt sich auch auf unseren Glauben und unser Gottvertrauen aus. Dabei kann die Glaubensgewissheit ins Wanken geraten. Dieses Geschehen mit Apostel Paulus mag uns zeigen, dass Gott im Regiment sitzt, er wusste das Schiff wohl zu führen. Das Erlösungswerk, seine Kirche, hat er durch seinen Sohn gegründet und wird es zur Vollendung führen. Niemand - auch die Hölle nicht - wird dieses verhindern können. Bleiben wir also im Schiff, in der Gemeinschaft mit denen, die Gott uns gegeben hat. Denn Gott selbst ist auch in diesem Schiff, in der Kirche Christi. Vor misslichen Situationen bleiben wir nicht verschont. Erkennen wir jedoch hinter allem das Wichtigste: Gott ist die Liebe, er will dich und mich bewahren und vollenden. 

Priester K. diente noch mit und anschließend erfolgte die Heilige Versiegelung von drei Kindern, welche alle aus der Gemeinde Hamburg-Harburg stammen.

In diesem Gottesdienst wurden Diakon H. B. als Priester und Bruder M. S. als Diakon ordiniert.