Apostelgottesdienst in Harburg

Für die Gemeinden Hamburg-Harburg und Hamburg-Sinstorf hat Apostel Schulz am 12. Februar in der Kirche in Harburg einen Gottesdienst gehalten. 

Mit dem Eingangslied Nr. 275  „Lasst uns fröhlich Lieder singen …" stimmte sich die große Gemeinde in fröhlicher, lieblicher Weise ein. 
Das Bibelwort für diesen Gottesdienst stand im 2. Petrus 3, Vers 13: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt." 
Zu Beginn sang der Chor das Lied „Herr, bleib bei mir, der Abend bricht herein."
Apostel Schulz erwähnte zu Beginn seiner Predigt, dass er am frühen Abend eine elektronische Nachricht von Priester J. aus Brasilien erhalten habe. Dieser war beruflich in Rio de Janeiro. Er habe ein Bild beigefügt, auf dem die Christusstatue von seinem Hotelzimmer aus zu sehen war. Er erwähnte, dass diese Statue mit den ausgebreiteten Armen von allen Stadtteilen der Riesenmetropole aus zu sehen sei. Auch nachts sei sie sichtbar, weil sie angestrahlt werde. Dieses schöne Bild verglich unser Apostel mit unserem Seelenbräutigam Jesus Christus, der offene, ausgebreitete Arme für alle Menschen anbiete. Mit diesen Gedanken leitete Apostel Schulz auf das Bibelwort hin. Es sei die Absicht Gottes, mit möglichst allen Menschen ewig in einer neuen Schöpfung zu leben. Und als besonderes Merkmal dieser neuen Schöpfung wurde die göttliche Gerechtigkeit genannt.  
Damals wie heute gab und gibt es manche falschen Ansichten unter den Gläubigen. Apostel Petrus ging liebevoll in seinem 2. Brief auf alle irrigen Meinungen ein. Er zeigte auf, dass Gott Geduld mit uns hat und die Erfüllung seiner Verheißung keinesfalls verzieht.
Auch heute, so erwähnte der Apostel, habe Gott noch Geduld mit uns, denn er würde den Menschen, die sich von Gott entfernt haben, Gelegenheit geben, sich nach ihm auszurichten und sich ihm ganz zuzuwenden. In der neuen Schöpfung, in der die göttliche Gerechtigkeit ein Wesensmerkmal sein werde, werde es das Böse und den Tod nicht mehr geben. Alle würden vor Gott und seinem Sohn gleich sein und das solle auch heute schon in seinen Gemeinden erkennbar sein. 
Es liege nun an uns, die menschlichen Empfindlichkeiten und Ansichten beiseite zu schieben, die Barmherzigkeit und grenzenlose Liebe Gottes auf uns wirken zu lassen und das Heil in Christo wirklich anzunehmen. „In Christus sind alle gleich.“ Die Beachtung dieses Hinweises  des Apostels Paulus führe auch heute schon die Gemeinden zu einem Abglanz des Himmelreichs. 
Der Bezirksälteste Hausmann unterstrich in seinem Dienen, es sei wirklich eine frohe Botschaft, dass der große Gott in alle Ewigkeit mit uns Menschen leben möchte. Er werde seinen Sohn senden, um die bereitete Brautgemeinde zu sich zu holen. Diese Verheißung sei ein göttliches Versprechen. Zu diesem Ziel habe der liebe Gott mit den Menschen einen Bund geschlossen. Wie das Volk Israel damals als sichtbares Zeichen die Bundeslade mit sich herumgetragen hätte, so möge auch jeder von uns heute ein sichtbares Zeichen der Gegenwart Gottes und des mit ihm geschlossenen Bundes sein.
Evangelist K. erwähnte im Mitdienen, dass wir fröhlich im Glauben, im Lieben und im Hoffen auf den Herrn unsere Lieder zur Ehre Gottes und zu unserer Freude singen würden, um damit auch ein sichtbares Zeichen des göttlichen Wirkens abzugeben. Er zitierte den 126. Psalm, in dem es heißt: „Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich."  
So wollen wir weiter fröhlich unseren Weg gehen, in dem Bewusstsein, was der Herr Großes an uns getan hat. 
Am Ende des Gottesdienstes setzte Apostel Schulz Diakon H. N. nach 33-jähriger Amtstätigkeit in den Ruhestand.