Geschichtssamstag für die Religionsschüler

Was bedeutet KAG, AcaM und was hat das mit der Neuapostolischen Kirche zu tun? Die Religionsschüler (und -Lehrer) des NAK-Bezirkes Hamburg-Süd (Gebietskirche Norddeutschland) durften am 08. Februar 2020 eine kleine Zeitreise machen und in die Geschichte eintauchen.
 

Am Abend vorher bekamen die Lehrer bereits Besuch aus Brockhagen. (Dort ist, in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche, das Archiv des Netzwerks Apostolische Geschichte eingerichtet). Nachdem zusammen gegessen worden war und die selbst gestalteten Unterrichtsmaterialien einmal gesichtet waren, übten wir das Lied „Komm, o Herr Jesu" zusammen, um es am nächsten Tag gemeinsam mit den Religionskindern singen zu können.
Am Samstagmorgen gegen 9 Uhr trafen sich die Lehrer, um den Tag vorzubereiten, brachten die Materialien in die Kirche, bereiteten die Technik vor und kurz vor 10 Uhr kamen die ersten Kinder. Leider musste noch etwas auf einige Nachzügler gewartet werden, dann ging es aber los. Mit Gitarre und Orgel wurde das erste Lied „Kommt stimmet alle jubelnd ein" gemeinsam gesungen. Jeder Teilnehmer (auch die Lehrer) bekam ein Klemmbrett, um sich im folgenden Vortrag Notizen machen zu können. Schließlich sollte nach der Pause ein leerer Zeitstrahl gefüllt werden.
Unser Gast hat den Kindern lebendig und nachvollziehbar geschildert, wie die Anfänge der apostolischen Bewegung aussahen. Es kam zu Weissagungen und Apostelrufungen, den ersten Gemeindegründungen der „Katholisch-Apostolischen Gemeinde" (KAG) und schließlich verfassten die Apostel das Testimonium, das Glaubenszeugnis, das an die geistlichen und weltlichen Mächtigen der damaligen Zeit geschickt wurde.
Nachdem es dann Meinungsverschiedenheiten in der Lehre und eine umstrittene Apostelrufung gegeben hatte, trennte sich die Hamburger Gemeinde ab und die Allgemeine christliche apostolische Mission (AcaM) entstand und nach einer weiteren Meinungsverschiedenheit daraus dann die Apostolische Gemeinde (aus der sich dann die heutige Neuapostolische Kirche entwickelt hat). Die Kinder haben wirklich erstaunlich gut mitgemacht, Fragen gestellt und viel notiert. Aber hier war erst einmal Schluss. Wir wollten ja schließlich uns und die Kinder nicht überfordern an diesem Termin.
„Komm, o Herr Jesu" haben wir dann gemeinsam (in Begleitung eines mobilen Harmoniums, das aus dem Archiv mitgebracht worden war) gesungen.
In der Mittagspause wurden dann ein paar Spiele gespielt. Dabei spielten Ballons, die Aufforderungen „komm mit" und „lauf weg", Mixer und Toaster eine Rolle. Schließlich gab es Chili con Carne. Nach dem Essen wurde ein Spiel noch einmal gemeinsam mit allen Anwesenden wiederholt (gemeinsam macht es doch viel mehr Spaß).
 Aber die Zeitstrahlen sollten ja noch gefüllt werden. Mit einem richtig entspannten Betreuungsschlüssel von maximal 3 Kindern pro Lehrkraft ging es dann in die Kleingruppenarbeit. Bilder und Ereignistexte sollten einsortiert werden und wurden dann mithilfe der Notizen und Erinnerungen aufgeklebt.
Mit den folgenden Jahren der Kirchengeschichte werden wir uns dann in den noch kommenden Religionsstunden auseinandersetzen. Von 1890 bis 2020 müssen wir noch 130 Jahre zurücklegen, in denen auch noch vieles passiert ist. Aber der erste Teil ist nun erfolgreich abgeschlossen und das Interesse der Kinder für unsere Kirchengeschichte scheint geweckt worden zu sein
Herzlichen Dank an das Netzwerk Apostolische Geschichte, die Familie E. und auch an die Autoren und Geschichtsforscher, die das Wissen in Büchern und Webseiten bewahren und uns somit zur Verfügung gestellt haben. So können wir aus der Geschichte lernen und uns gut vorbereitet der Zukunft stellen.