Überraschung in Tostedt/Buchholz

Dienstag, der 14. Mai 2013, Dienstag – und Gottesdienst! So war es auf jeden Fall für die Gemeinden Tostedt/Buchholz. An diesem Dienstag fand etwas statt, was – so sagte es Apostel Falk in seinem Mitdienen – bisher wohl noch nie jemand erlebt hatte. Der Grund dafür war der Besuch des Stammapostels. Geplant war der Besuch für den 15. Mai 2013. Doch an diesem Tag war der gesamte Bezirk nach Hamburg-Harburg eingeladen, es musste also ein neuer Termin gefunden werden – und das war ein Dienstag.

Begleitet wurde der Stammapostel vom Bezirksapostel Rüdiger Krause sowie den Aposteln Eckehard Krause, Dieter Böttcher, Uli Falk und Jörg Steinbrenner. Außerdem die Bischöfe Arvid Beckmann, Wolfang Novicic, Dirk Schulz, Hans-Werner Hartwig und Thorsten Beutz anwesend. Damit waren alle Apostel und Bischöfe Norddeutschlands, außer Bischof David Middleton aus England anwesend. So etwas gab es für die Gemeinden Tostedt und Buchholz noch nie und wird es wohl aller Voraussicht nach nicht wieder geben.

Der Stammapostel wählte für den Gottesdienst ein kurzes, aber sehr prägnantes Wort: »Den Geist dämpft nicht.« (1. Thessalonicher 5, 19). Nach dem Vorlesen des Bibelwortes sang der Chor das Lied Nr. 63 aus dem neuen Jugendliederbuch »Lasset uns aber beständig sein«. Für den Stammapostel war dieses, so sagte er, eine Steilvorlage, denn genau mit dem Text des Liedes hatte er den vorausgegangenen Sonntag gedient. Er sprach davon, dass nicht alle neuapostolischen Christen das gleiche Maß erreichen können. Aber eines kann jeder: Wachsen. Keiner erlangt einen Maßstab, der außerhalb seiner Reichweite ist. Auf das Textwort hin bezogen sagte der Stammapostel, dass wir nicht das dämpfen lassen sollen, was die Auswirkungen des Heiligen Geistes sind: Freude, Friede, Hoffnung und Mut, alle sind eng miteinander verknüpft. Aus dem Kreise der Apostel diente Uli Falk als Erstes mit. Er ging in seinem Dienen auf die Worte des Stammapostels ein. Dabei erwähnte er auch den langwierigen Bau der Buchholzer Kirche, dass man sich davon nicht die Freude am Glauben dämpfen lassen sollte.

Bischof Thorsten Beutz erwähnte, wenn man den Geist nicht dämpft, es »Schübe« gibt. Man kann sich mit seinem Glauben intensiver auseinandersetzen.

Als Letztes diente Apostel Eckehard Krause mit, der eine besondere Beziehung zur Gemeinde Buchholz hat, wohnte er doch vor ein paar Jahren für einige Zeit hier. Er sprach in seinem Dienen davon, dass die Freude schon einmal verloren gehen kann, dass man sich ärgern kann. Sein damaliger Vorsteher riet ihm, dass nie mehr als drei Tage verstreichen sollen, um alles wieder einzurenken. Wir sollen dem Heiligen Geist mehr Raum geben. Am Ende des Gottesdienstes sprach der Vorsteher der Gemeinden Tostedt/Buchholz, Priester K. Kruwinnus, noch ein paar Worte an den Stammapostel, hieß ihn in der Gemeinde herzlich willkommen, vorausschauend auf die Zeit nach dem Pfingstgottesdienst. Der Vorsteher erwähnte dabei, dass er zu denjenigen gehörte, die schon einmal einen Gottesdienst auf einem Dienstag erlebt hätten. Vor 24 Jahren wurde kurzfristig ein Gottesdienst auf einem Dienstag in Harburg einberufen. Der Grund dafür war, dass der damalige Vorsteher der Gemeinde Buchholz, Bezirksevangelist Leber, ein paar Tage vorher das Apostelamt empfangen hatte und die Gemeinde Buchholz nun keinen Vorsteher hatte. Als Nachfolger im Amt des Vorstehers wurde damals Priester Kruwinnus gesetzt.