Unser Herr kommt bald!

»Wenn das Licht im Zuschauerraum dunkel geregelt ist, zählen wir leise bis zehn. Dann geht es los.« Jetzt
wissen wir, was Lampenfieber ist. Wird unsere Aufführung gelingen? Immer wieder geprobt: Laut und deutlich
sprechen. Kopfmikrofone stehen nicht genügend zur Verfügung. Wollen wir auch nicht. Im Theater werden sie auch
nicht eingesetzt. Die ganze Bühne ausfüllen, Bühnenpräsenz zeigen. Dem Publikum nicht den Rücken zukehren. Stichwort zum Auftritt nicht überhören. Text nicht vergessen, Buchstaben zum Aufhängen mitnehmen. Eventuell Aussetzer eines Mitspielers ausgleichen usw. ...

Alles in vielen Proben auf der Bühne Burg Seevetal geübt. Mal gut, mal nicht gelungen, aber es hat immer Spaß gemacht. Wir haben viel gelacht, aber auch hoch motiviert gearbeitet, auch an den Inhalten und Texten. Nun bekommen wir die Antwort auf die Frage, die uns oft beschäftigt hat: »Wie kommen wir mit unserem Theaterstück bei dem Publikum an.« Wir betreten Neuland. Alles ist möglich:

...7, 8, 9 – los: Claudia mit dem Besen auf die Bühne ... und: Applaus! Das wird gut! Ein tolles Publikum: Szenenapplaus, Lachen – aber auch nachdenkliches Schweigen.

Dann schon die Schlussszene und ein toller Schlussapplaus (drei Vorhänge = dreimal auf die Bühne). Ihr ward ein tolles Publikum, welches uns dazu geführt hat, das Optimale zu zeigen. Danke dafür. Besser ging es für uns als Amateure nicht, außer: Die gemeinsame Schlussverbeugung hätten wir noch üben müssen ...

W. Börner