Bezirksapostel Rüdiger Krause in Stelle

Festtag für das Dies- und Jenseits

Einen besonderen Festtag durfte die Gemeinde Stelle-Winsen am 2. März 2014
erleben. Bezirksapostel Rüdiger Krause, Apostel Jörg Steinbrenner und Bischof Wolfgang Novicic besuchten die neu formierte Gemeinde in unserer Kirche in Stelle. Der Gottesdienst, der von 221
Gläubigen besucht wurde, erzeugte bei den Geschwistern eine große Freude. Einmal durch den hohen Besuch, dann durften neun Seelen das persönliche Fest der Heiligen Versiegelung an sich erleben und zum Dritten erlebte die Gemeinde das sehr seltene Fest der sakralen Handlungen für die Entschlafenen. Dazu dienten der Bischof Novicic und Bezirksevangelist Wolfgang Hausmann als »Schale«: An ihnen wurde stellvertretend für die Entschlafenen die Heilige Taufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl durchgeführt. 

Eine freudige Stimmung erfüllte den Raum. Die Musiker hatten ein umfangreiches Programm geprobt und dieses mit Hingabe gekonnt vorgetragen. Es war schon beachtlich, welche Gaben die Gemeinde mit dem Gemeindechor, Frauenchor, Kinderchor und dem Orchester präsentierte. 

Die Gemeinde sang zu Beginn das Lied 361 »In Gottes Reich geht niemand ein«, und der Bezirksapostel verwendete als Thema des Gottesdienstes das Bibelwort aus Römer 14, 8–9: »Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei.« 

Er führte aus, dass die Zeitspanne zwischen den markanten Eckpunkten des Lebens mit Geburt und Sterben gemäß Bibelwort aus Phil. 1, 21 »Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.« für die Menschen zu einem Gewinn wird, wenn sie das Evangelium Jesu Christi annehmen. Der liebe Gott investiert viel für die Menschen. Er hat seinen Sohn auf diese Erde gesandt, der das einmalige Opfer gebracht hat. Wir haben die Gottesdienste, Gnade und Vergebung und das Heilige Abendmahl. Diese göttlichen Angebote wollen wir annehmen, dann wird uns dieses zu einem Gewinn. Und zwar in dem Sinne, dass es ein bleibender Schatz ist – durch die göttliche Gnade und Liebe. Und dieses dient zum ewigen Leben.

Alles, was wir tun, hat Auswirkungen in der Gemeinde. Und das Gleiche gilt auch für die jenseitige Welt. So wollen wir keine Vorwürfe und Vorbehalte den Seelen im Jenseits gegenüber im Herzen tragen, sonst erschweren wir es ihnen, einen Zugewinn zu erlangen. Viele Gebete und Fürbitten für die Seelen im Jenseits wurden in den letzten Tagen wohl zum großen Gott geschickt. Das hat Auswirkungen. Doch die wesentliche Erlösungsarbeit kann nur der Herr machen. Ein Gottesdienst für die Entschlafenen ist kein Gedenktag, sondern ein Tag zum Handeln.

Nach dem Beispiel, wie der Herr bei Zachäus einkehrte und dies zu einem völligen Umkehren seines Verhaltens führte, mögen auch wir den Herrn in unsere Herzenswohnung aufnehmen und zu einer gottwohlgefälligen Haltung kommen. Auch das wird ein bleibender Gewinn für uns.

Wir leben dann immer mehr »dem Herrn«. Und wir sterben dem Herrn, wenn wir ungöttliche Verhaltensweisen und Vorbehalte aufgeben und diese quasi in den Tod geben. Apostel Steinbrenner verglich unsere Lebenszeit mit einer Sanduhr. Das Leben lässt sich nicht verlängern – so wie man eine Sanduhr einfach umdreht. Doch die göttliche Hilfe ist nicht mit dem Tod endgültig vorbei. Das ist ein großer Trost.

J. Rudnik