Senioren-Sonntag 60plus in Harburg

Mit herausragend schönem Wetter war der letzte September-Sonntag angebrochen. Bereits kurz nach 9.00 Uhr waren die ersten »60plus«-Geschwister aus Hamburg-West und Süd in der Kirche in Harburg eingetroffen.

Zum Gottesdienstbeginn um 10.30 Uhr hatten sich dann rund 250 Geschwister versammelt. Bischof Novicic hatte dazu das Bibelwort aus 2. Timotheus 1,7 (»Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit«) gewählt.

Wir wollen uns nicht vor den irdischen Verhältnissen fürchten und mit Zagen abgeben, sondern uns besinnen auf die Kraft und liebevolle Zuwendung unseres großen Gottes, war die zentrale Botschaft dieses Gottesdienstes.

Die beiden Bezirksältesten Backhaus und Rudnik ergänzten die Predigt des Bischofs. Ein klangvoller Chor, zum größten Teil bestehend aus Sängerinnen und Sängern des »Barmbeker Chores«, umrahmte diese Segensstunde.

Die Mittagsverpflegung hatte den Organisatoren zuvor die meisten Kopfzerbrechen beschert – wird der Platz reichen? Doch das wunderschöne Wetter und das grandiose Orga-Team der Gemeinde Harburg löste alle Sorgen auf. Viele Geschwister nahmen die Gelegenheit wahr und aßen Würstchen
und Kartoffelsalat in der herrlichen Spätsommersonne.

Kurz nach 13.00 Uhr ging es zurück in die Kirche. Der Chor läutete den Nachmittag ein und Bezirksältester Rudnik gab dann einen kleinen Einblick in das Erleben des Internationalen
Kirchentages in München.

Der Höhepunkt des Nachmittags war dann der angekündigte Beitrag von Stammapostel i.R. Leber. Er erzählte Heiteres und Ernstes von seinen Erlebnissen und Eindrücken auf seinen Reisen, als z. B. der Pilot einer kleinen, altersschwachen Chartermaschine – nach mühsamen Start kurz vor dem
Ende der Startbahn – ihm grinsend sagte: »Ich hätte nicht gedacht, dass wir das noch schaffen!« Oder wie er auf einem Nachtflug von einer Stewardess geweckt wurde, die ihn bat als Seelsorger einer Frau beizustehen, deren Ehemann soeben während des Fluges verstorben war.

Kaum einer hatte bemerkt, dass der Stammapostel über eine halbe Stunde erzählt hatte, aber von seinen vier Seiten Notizen nur drei verarbeitet hatte.

Anschließend bat Bischof Novicic den Bezirksältesten i.R. Schacht aus Stade als Vertreter für den erkrankten Priester i.R. Pingel nach vorn, um etwas Plattdeutsches vorzutragen. Der besondere Charme dieser Mundart wurde deutlich, als er das dritte Gebot vortrug: »An jed‘ eenen Fierdag will ik di besööken – nu schasst du nich seggen, dat du keen Tied hest.«

Mit dem Schlusslied des Chores »Herr komme bald« war die Atmosphäre dieses schönen Tages treffend ausgedrückt, und als es dann nach Kaffee und Kuchen und noch einigen Klönschnacks gegen 15.40 Uhr hieß »nach Hause«, waren alle einstimmig der Meinung, dass solch ein Tag unbedingt wiederholt werden müsse.