Abschied aus dem Bezirk »Hamburg-Süß«

Das sich der Zuständigkeitsbereich von Bischof Novicic zum März dieses Jahres ändert und das diese Änderung bedeutet, dass er nicht mehr für den Bezirk Hamburg-Süd zuständig ist war ja bereits seit einiger Zeit bekannt. Am Mittwochabend, dem 25. Februar hielt er dann aber tatsächlich seinen letzten regulären Gottesdienst im Bezirk in der Gemeinde Hamburg-Harburg. Neben den Gemeindemitgliedern erlebten auch die Vorsteher sowie die Vorsteher in Ruhe aus dem Bezirk einen berührenden Gottesdienst.

Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus Lukas 15,24: »Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.«

In seiner besonderen liebevollen und doch deutlichen Art beleuchtete der Bischof Aspekte des bekannten Gleichnisses vom verlorenen Sohn, die sonst vielleicht nicht so im Focus stehen. So ging er u. a. auf die Mühe des daheim gebliebenen Sohnes ein, sich über die Rückkehr seines Bruders so
recht zu freuen.

Er übertrug das auf uns, das wir nicht der menschlichen Meinung erliegen sollten, es wäre doch ungerecht, wenn einem, der dem Himmlischen Vater den Rücken zugekehrt hat, auf einmal die gleiche Gnade zuteil wird, wie dem der sich sein Leben lang bemüht hat, nach den Geboten und
im Sinne des Vaters zu leben. Von solchen Gedanken sollen wir uns nicht die eigene Freude nehmen lassen. Bezirksältester Jürgen R. dankte dem Bischof zum Beginn seines Mitdienens für sein Wirken und führte an, das dieser ganz deutlich sichtbare Segensspuren im Bezirk hinterlassen hat.

Priester Uwe J. aus der Gemeinde Nordheide ging noch mal auf einen Versprecher des Bischofs ein, bei dem er Hamburg-Süß, statt Süd sagte. Mag ihm die Zeit, wenn er an uns zurück denkt, süß vorkommen; aber auch wir sollen die Gemeinschaft untereinander als eine süße empfinden.

Als eine besondere Geste der Nähe teilte der Bischof selber das Abendmahl mit aus. Darüber freute sich die Gemeinde sehr.

Nach Ende des Gottesdienstes übereichte der Bezirksälteste sowie der sichtlich bewegte Gemeindevorsteher Evangelist Olaf K. dem Bischof noch einen Blumengruß, eine Karte von den Harburger Geschwistern mit Dank und guten Wünschen für das neue Arbeitsfeld sowie ein kleines Andenken an Hamburg-Süß.

F.C.