Gottesdienst für Geschwister mit Behinderungen in Harsefeld

Die Gemeinde Harsefeld war am 28. Juni2015 beim 10. Gottesdienst für Geschwister, die von Behinderung betroffen sind, abermals ein liebevoller Gastgeber. Für die anwesenden hörgeschädigten Geschwister wurden das Dienen am Altar und der Text der Chorvorträge in Gebärdensprache übersetzt.

Ein großer Dank aus den Herzen der teilnehmenden Geschwister, die teilweise mehr als 150 km Anreise hatten, sei hier der Gemeinde und jedem Einzelnen öffntlich entgegengebracht, auch für die musikalische Gestaltung des Gottes-dienstes. Im Vorwege hatte ihr Chorleiter den betroffnen Geschwistern ein musikalisches Programm für den Gottesdienst zugesendet. Etliche nutzten das Angebot und beteiligten sich im Gemeindechor und sogar in der Begleitung des Gemeindegesangs.

Dieses harmonische Zusammenwirken sowie das Gemeindeorchester, die Orgel- und Klaviervorträge trugen zu einer heiligen Atmosphäre und zur Aufnahmebereitschaft für das Wort wesentlich bei.  Apostel Böttcher überbrachte zu Beginn die Grüße unseres Bezirksapostels an die »besondere Gemeinde« und wünschte allen nach dem Gottesdienst, mit Freude im Herzen in die Zukunft zu ziehen.

Für den Gottesdienst diente Joh. 10,9, dass unser Stammapostel diesen Sonntag zugrunde legte: »Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden«.

Es ist dem Beispiel entnommen, in dem Jesus sich als der Gute Hirte vorstellt. Das Bild Schafe/Hirte war den Menschen damals sehr vertraut. Der Pferch für die Schafe hatte nur einen Zugang, in dem
der Eigentümer wachte oder möglichst sein Erbsohn, weil ihnen die Schafe wertvoll waren. So  verdeutlicht uns Jesus seine Wertschätzung, und dass er die Tür zur Seligkeit, zum Heil aus der Gottferne in die Gottnähe ist. Er ist die Tür aus der Einsamkeit in Gemeinschaft, aus der Traurigkeit in Hoffung, aus der Ratlosigkeit in Zuversicht, aus der Kraftlosigkeit in neue Kraft, aus der Verzweiflng in Erquickung usw. Diese Tür ist uns Menschen, also auch denen im Jenseits, gegeben. Sie öffet sich dem Glaubenden, der in Demut mit der Bitte um Gnade und Hilfe kommt. In diesem Zusammenhang wies der Apostel auf den aramäischen Feldhauptmann Naaman hin, der Heilung beim Propheten Elisa suchte. Dass dieser ihm lediglich durch seinen Boten mitteilen ließ, er solle
sich zur Heilung sieben Mal im Jordan waschen, verletzte ihn in seinem Stolz. Im Ärger verschloss er sich die Tür zur Heilung. Erst auf Drängen seiner Begleitung folgte er dem Rat. So öffete sich ihm die
Tür zur Heilung und er wurde gesund. Im Mitdienen vertieften die Bezirksältesten Rudnik, Löhden und Kundrus, die Gedanken.

Auch nach dem Gottesdienst war die Gemeinde Harsefeld erneut ein liebevoller Gastgeber. Viele Geschwister sorgten für leibliche Stärkung und bereiteten zum Mittagessen auch noch Kaffe und
Kuchen. Die Mittagszeit bot die Möglichkeit zur weiteren Gemeinschaft und zu Gesprächen untereinander und mit dem Apostel, der es sich nicht nehmen ließ, die Nähe der Geschwister an vielen Tischen zu suchen. Dabei wurde auch schon Ausblick auf die nächste Möglichkeit des Gemeinschaftserlebens in diesem Kreis genommen, der Freizeit für Geschwister, die mit einer Behinderung leben. Sie wird für den 5. September 2015 vorbereitet und findet statt im Freilichtmuseum am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf.

Infos: www.kiekeberg-museum.de

Beginn ist 11.00 Uhr. Das Betreuergremium lädt herzlich dazu ein. Weitere Informationen folgen über die Gemeindevorsteher. Anmeldung bitte bis 20. August 2015.

NM