Gottesdienst mit Bischof Novicic

Senioren 60plus im Veranstaltungszentrum »Burg Seevetal«

Zum zweiten Senioren-Sonntag –60plus – versammelten sich die Geschwister aus den Bezirken Lüneburg und Hamburg-Süd dieses Mal im Hittfelder Veranstaltungszentrum Burg Seevetal. Der
6. September war ein leicht windiger, aber recht sonniger Tag. Und ebenso sonnig war auch die Stimmung der Teilnehmer. Ausreichende Parkmöglichkeit vor Ort, eine schöne Halle, gute Akustik und das gegenseitige Wiedersehen haben ebenfalls zu der wohltuenden Atmosphäre beigetragen.

Der Gottesdienstbeginn war auf 10.30 Uhr festgelegt. Eile und Hektik waren nirgendwo zu spüren. Dafür aber Begeisterung. Und mit großer Begeisterung sangen alle 284 Anwesenden das Eingangslied 255: »Großer Gott, wir loben dich«!

Bischof Novicic verlas ein Textwort vom Stammapostel aus Psalm 3; 4.5: »Aber du, Herr, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor. Ich rufe mit meiner Stimme zum Herrn, so erhört er mich von seinem heiligen Berge.«

Mit dem Chorlied »Anbetung will ich Herr dir bringen, lobpreisen dich von Herzensgrund« setzte der Chor aus beiden Bezirken unter der Leitung von Schwester K. den Lobpreis Gottes fort. Eingehend
auf dieses Lied brachte Bischof Novicic zum Ausdruck, dass wir dankbar sein können, weil uns neben den Belastungen auch viel Gutes vom großen Gott zuteil wird. Wohl hört der Herr unsere Gebete, aber er erhört sie nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Dennoch hat der Herr alles im Blick, so wie auch Jesus seine Jünger im Blick hatte, als sie auf dem Meer in Not gerieten. Auch heute lässt uns der Herr nicht in unserer Not alleine. Seine Liebe und Hilfe sind erlebbar durch seine Engel und Knechte in Wort und Gnade.

Im Mitdienen verglich Bezirksältester Weiler das Mitwirken im Werke Gottes mit einem Team von Radrennfahrern, die sich abwechseln bei der mühevollen Arbeit an der Spitze und die sich gegenseitig aufbauen, um gemeinsam das Ziel zu erreichen.

So sind viele Senioren auch von der Spitze in den Windschatten getreten. Also, von der verantwortungsvollen aktiven Tätigkeit in den Ruhestand. Aber sie gehören noch zum Team und stärken sich gegenseitig. Auch die, die jetzt mühevoll »an der Spitze« die Arbeit verrichten. Und
am Ende mögen sie alle erleben, wie es in Vers 9 heißt: »Dein Segen komme über dein ganzes Volk.«


Bezirksältester Rudnik schilderte eine Fabel, wo ein Jüngling aus ärmlichen Verhältnissen morgens seine Provianttasche mit Trinkflsche und Esswaren packte und auf Wanderschaft ging. In einem Dorf saß eine alte Frau auf einer Bank. Er setzte sich dazu, und beide unterhielten sich stundenlang. Er hatte mitbekommen, dass diese alte Frau noch ärmlicher war als er selbst. Daher teilte er Essen und Getränk mit dieser Frau. Am Abend kehrte jeder wieder in sein Zuhause zurück. Der Jüngling erzählte den Seinen, er habe heute den Herrn erlebt, indem er von den Gesprächen mit dieser
alten Frau berichtete. Und die alte Frau berichtet auch ihren Angehörigen, sie habe heute den Herrn erlebt. Er war ganz lieb und höflch und habe sogar sein Essen mit ihr geteilt. Aber er war noch sehr jung. Damit wurde deutlich, dass man – egal ob jung oder alt – in dem Anderen das Gute und sogar auch den Herrn wahrnehmen kann.

Am Ende des Gottesdienstes fand für den Bezirk Lüneburg ein Wechsel des Bezirks-Seniorenbeauftragten statt. Dem Bisherigen, der leider abwesend war, dankte Bischof Novicic. Danach wurde Evangelist R. vom Bischof beauftragt, diese Aufgabe als neuer Bezirks-Seniorenbeauftragter für den Bezirk Lüneburg zu übernehmen.

Ein gemeinsames Mittagessen wurde im Foyer ausgegeben. Hier und auch in weiteren Nebenräumen standen Sitzplätze an Tischen zur Verfügung. Dabei gab es lange Warteschlangen vor der Essenausgabe. Doch diese wurden zu angeregten Gesprächen genutzt. Letztlich war die Mittagspause ausreichend, sodass um 13.30 Uhr das Nachmittagsprogramm beginnen konnte. Die Einstimmung erfolgte mit dem gemeinsamen Lied »Aus Gnaden erwählt«. Anschließend stellte Bischof Novicic den
neuen Bezirksapostelbereich vor, wie er sich nach der Zusammenführung von Nord- und  Mitteldeutschland im nächsten Jahr darstellen wird. Dabei zeigte er auch die geplanten Veränderungen in der Betreuung durch die Apostel auf.

Ein weiterer Programmpunkt war der Vortrag des Hirten Werner G. Er berichtete recht amüsant über die Anfänge der Missionsarbeit auf Island und darüber, wie es zum Kauf des ersten eigenen Kirchengebäudes kam.

Nach einem Orgelvortrag von Diakon Peter R. aus Harburg trat Bezirksapostel i.R. Schumacher an das Rednerpult. Mit seinem schwungvollen Vortrag zum Thema »Sünde und Schuld« wies er darauf
hin, dass Sünde absolut ist und von Gott trennt und vergeben werden muss. Schuld ist die Folge der Sünde, die Anrechnung des Fehlverhaltens, welches unterschiedlich sein kann. Beides ist mit irdischer Gerechtigkeit nicht zu vergleichen.

Nach einem Abschlussgebet, das Bezirksapostel i. R. Schumacher auf Bitten des Bischofs sprach, gab es noch Kaffe und Kuchen für die, die sich noch unterhalten wollten. Während andere sich bereits auf
den Heimweg machten.

MF