Bezirksältester i. R. Rudolf Nerre verstorben

Trauer im Bezirk

Am 11. September 2015 verstarb der im Ruhestand lebende Bezirksälteste Rudolf Nerre an den Folgen eines Sturzes während eines Besuchs bei seinem Sohn. Er wurde 94 Jahre alt.

Im Krieg schwer verletzt, lernte er im Lazarett 1945 seine spätere Frau kennen und lieben. Beide lebten mit den leiblichen Brüdern von Rudolf Nerre im Hause des Vaters unter sehr bescheidenen und engen Verhältnissen. Die Anfänge waren in diesen Zeiten nicht sehr gut.

Apostel Steinbrenner würdigte den Verstorbenen in einem Trauergottesdienst am 24. September in der Kirche HamburgHarburg als einen Mann, der sich ganz in den Dienst des Herrn gestellt hatte und
der sich trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht schonte, sondern unermüdlich aus Liebe zum Herrn und den Geschwistern im Werk des Herrn diente.

Bezirksältester Nerre diente in verschiedenen Ämtern. Der Apostel erwähnte, dass der Verstorbene
sogar in Abwesenheit durch Bezirksapostel Weinmann für die Gemeinde HamburgEißendorf als Vorsteher eingesetzt wurde. Als er an diesem besagten Abend von einem Einsatz in einer anderen Gemeinde nach Hause kam, informierte ihn sein Vater, dass er als Vorsteher der Gemeinde Eißendorf bestimmt sei. All dies war in jenen Zeiten möglich. Und Rudolf Nerre nahm dies vorbehaltlos an. Er hatte ein besonderes Verhältnis zu Bezirksapostel Weinmann, denn er arbeitete ja mit ihm täglich in der Kirchenverwaltung zusammen. Dieses enge Verhältnis machte sich auch in seinem Dienen am Altar und als Seelsorger immer wieder nachhaltig bemerkbar. Sein profundes Bibelwissen und seine große Belesenheit befähigten ihn, mitreißende Gottesdienste halten zu können, die sich sowohl im Auslegen der Schrift als auch durch große seelsorgerische Kraft auszeichneten.

Apostel Steinbrenner tröstete die Familie Nerre und alle Trauernden mit einem Teil aus dem Bibelwort 1. Korinter 2.9: »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.«

Der Bezirksälteste sei nun in einem Bereich der Wartenden und darf schon ein wenig mehr sehen, als es uns möglich ist, sagte Apostel Steinbrenner.

Apostel Schulz, der den Bezirksältesten als junger Mann im Bezirk Hamburg-Süd noch lebhaft in Erinnerung hatte, ergänzte das Dienen von Apostel Steinbrenner mit lieben und warmen Worten des Trostes.

Auch der Chor mit seinen Darbietungen war wieder eine Quelle des Trostes für alle Zuhörer. Insgesamt nahmen 150 Geschwister (darunter fünf Gäste) am Trauergottesdienst teil.

RB