Neuer Vorsteher für die Gemeinde Rotenburg (Wümme)

Am 11. Mai 2016 diente Apostel Dirk Schulz in der Gemeinde Rotenburg. Als Bibelwort diente Matthäus 6,33: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.«

Zu Beginn riet uns der Apostel, einander anzunehmen. So wie es im Römer 15,7 steht: »Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“

Zum Bibelwort führte er zunächst aus, dass das Reich Gottes seine Gegenwart (auch die seines Sohnes) unter uns Menschen sei. Mit diesem Wort wird uns die ewige Gemeinschaft mit Gott versprochen. Trachten ist eine Herzenssache, es geht um den Zugang zu diesem Reich und dann darum, auch darin zu bleiben. Das geht nur mit der Gnade Gottes. Diese Gnade lässt er gerne allen zuteil werden, die sich aktiv auf die Wiederkunft Christi vorbereiten. »Trachtet zuerst« heißt nicht »trachtet ausschließlich«, sondern gibt nur eine Priorisierung vor, mit der der Segen Gottes eng verknüpft sein wird.

Am Beispiel seines eigenen Berufseinstiegs zeigte der Apostel auf, dass Gott weiß, was wir wirklich brauchen. Es ist nicht immer das, was wir denken und planen. Gott hat uns die Kirche gegeben für das Heil der Seele, sie ist also eine »Heilsanstalt«. Für die Übermittlung des Heils ist nicht nur der Vorsteher alleine zuständig. Da sind wir alle gefordert, die ganze Gemeinde ist eingebunden.

In seinem Mitdienen gab Priester B., Vorsteher der Gemeinde Hamburg-Neugraben, uns den guten Rat: Lieber zu spät als gar nicht. Auch hob er hervor, wie wichtig der Umgang miteinander ist. Dieser sollte dem Reich Gottes (seiner Gegenwart) entsprechen. Wir können miteinander über alles sprechen und Entscheidungen gemeinsam und brüderlich treffen. Über das Evangelium sind allerdings keine Entscheidungen erforderlich, diese hat Gott bereits getroffen. Hieran braucht nicht gerüttelt zu werden. Es gilt aufzupassen, denn zum Wortstamm »trachten« gehört auch Zwietracht.

Unser Apostel machte anschließend deutlich, dass der »Chef« oben ist, es ist unser himmlischer Vater. Hier sind wir alle Diener. Unser Apostel zeigte auch die Gefahr der Zwietracht auf, denn da sollen wir auseinanderdividiert werden. Hier geht es aber um das Trachten. Was fällt uns dann zu? Gnade, Liebe, Hoffnung und Zuversicht – und das immer wieder aufs Neue.

Jesus hat bei der Begegnung mit der Frau am Jakobsbrunnen vom irdischen Wasser so wunderbar auf den geistlichen Bereich hingelenkt. Nutzt doch auch die Gelegenheiten und macht das mal wieder vermehrt, ja, macht es bis zuletzt, war der Rat des Apostels an uns. Am Beispiel des Vaters, der auf den verlorenen Sohn wartete, wurde uns deutlich gemacht, dass der Vater gerne vergibt. Gott schaut aus und kommt auch entgegen. Wir sollen wissen: Gott ist größer, als unser Herz oft denkt.

Nach der Feier es Heiligen Abendmahls dankte der Apostel dem Bezirksältesten Wolfgang Hausmann, der kommissarisch den Vorsteherauftrag ausübte und entlastete ihn von diesem Auftrag. Dann beauftragte er unseren Priester Jens Marquard der Gemeinde Rotenburg künftig als Vorsteher zu dienen.