Ruhesetzung in Tostedt

Am Mittwoch, dem 14. April 2010 wurde der langjährige Vorsteher der Gemein- de Tostedt, Priester Dietmar Sachs, durch Bezirksapostel Karlheinz Schuma- cher zur Ruhe gesetzt. In der Begleitung des Bezirksapostels waren die Apostel Rüdiger Krause und Bischof Wolfgang Novicic. Auch die Apostel Dieter Bött- cher (Mecklenburg-Vorpommern) und Wolfgang Schug (Nordrhein-Westfalen) waren überraschend ebenfalls anwesend. Hintergrund war die Tagung einer Projektgruppe in der Hamburger Verwaltung am selben Tag. Insgesamt waren einhundertsechzig Personen anwesend, davon drei Gäste. Groß war die Freu- de, als überraschend der sich im Urlaub befindliche Stammapostel Wilhelm Leber mit seiner Frau als Zuhörer am Gottesdienst teilnahm. Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst ein Wort aus Philipper 3,10. vor. »Ihn möchte ich erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemein- schaft seiner Leiden und so seinem Tode gleich gestaltet werden«. Zu Beginn des Gottesdienstes ging Bezirksapostel Schumacher auf das Lied der Sänger »Der Herr ist mein Hirt« ein. In dem vertonten Psalm heißt es an einer Stelle »und ob ich schon wanderte im finsteren Tal«. Selbst musika- lisch sei dieser Part sehr dunkel und dumpf umgesetzt worden. In unserem Leben würden wir auch manches Mal sinnbildlich durch ein finsteres Tal wandern. Das können Sorgen und Pro- bleme sein. In seinem Mitdienen sagte Apostel Schug, dass je- der Gottesdienst etwas Außergewöhnliches für uns sein müsse. Als die Frauen nach der Kreuzigung Jesu Grab aufsuchten, machten sie sich im Vorwege Sorgen, wie sie den Stein vom Grab wegbewegen sollten. Als sie anka- men, war der Stein schon weg. Gott hatte also vorge- arbeitet. Auf diese Vorarbeit Gottes können wir auch in unserem Leben vertrauen. ? Apostel Wolfgang Schug Auch Priester Sachs durfte noch ein letztes Mal mitdienen. Er sprach von einem Mann, der gefragt wurde, wann für ihn Tag sei. Er antwortete, wenn er in das Antlitz eines Anderen schaue und es in seinem Herzen hell und warm wird, dann sei es für ihn Tag. Es heißt, Licht käme durch das kleinste Fenster. Die Gemeinde Tostedt ist zwar nur klein. Trotzdem spürt dort jeder die Son- nenstrahlen der Liebe Gottes. Sie scheint aber auch in jede Seele die sich nicht beachtet und ein wenig verlassen fühlt. Im Anschluss an die Feier des Abendmahls wurde Priester Sachs in den Ru- hestand versetzt. »Er hat sich durch sein Einfühlungsvermögen und seinen lie- bevollen Umgang mit den Geschwistern ausgezeichnet«, sagte Bezirksapostel Schumacher über Priester Sachs, der achtzehn Jahre Vorsteher der Gemeinde war. Er dankte Priester Sachs und seiner Familie für ihre Arbeit. Priester Kruwinnus, bereits Vorsteher der Gemeinde Buchholz, wurde zu- sätzlich neuer Vorsteher der Gemeinde Tostedt. Der Bezirksapostel sei sich aber sicher, dass das Herz von Priester Kruwinnus groß genug für beide Ge- meinden ist.